Katharinenhöhe

Presse

126 km für die Katharinenhöhe

Schönwald 02.04.2011 
126 Kilometer für die Katharinenhöhe
 
Furtwangen – Man nehme eine lustige Idee der Weihnachtsfeier, ergänze sie um Teamgeist und Trainingsfleiß und lasse die Mischung ein paar Monate gären. Heraus kommt morgen, Sonntag, in Freiburg ein tolles Gemeinschaftserlebnis und eine prima Unterstützung und Werbung für die Nachsorgeklinik Katharinenhöhe.Denn neun Frauen und drei Männer aus den verschiedensten Funktionsbereichen der Klinik laufen die Marathonstaffel.

Sie laufen morgen für die „Katha“ (von links) den „Mannschaftsmarathon“ in Freiburg: Luca Sommer (Psychologin), Ulrike Hornig (Massage), Astrid Gupper (Ärztin), Sabrina Schwär (Erzieherin im Anerkennungsjahr), Thomas Kapp (Massage), Ina Heinzelmann (Sozialtherapeutin), Benjamin Dietz (Zivildienstleistender), Jenny Schott (Physiotherapeutin) sowie (vorne) Almut Munke (Psychologin). Nicht auf dem Bild sind Katharina Glatz (Psychologin), Frank Stark (Erzieher) und Helge Ehret (Lehrerin Klinikschule).
Bild: Wursthorn
Drei Viererteams haben sich gebildet, jeweils zwei unterziehen sich der 14- und der Siebenkilometerstrecke. Angestoßen hat diese gemeinsame Freizeitgestaltung Ina Heinzelmann. Auf der Weihnachtsfeier trat sie zum Song „Eye of the Tiger“ im Jogginganzug auf und warf die Marathon-Idee mal eben in die Runde. Die Resonanz war enorm.
So begannen sich noch im Winter in den Pausen die Laufbänder der Klinik mit ehrgeizigen Mittelstrecklern zu füllen. Seit das Terrain es erlaubte, bildeten sich auch draußen Trainingsgemeinschaften. Manch einer spulte ein beachtliches Pensum ab: Frank Stark etwa joggte zweimal die Woche heim nach Peterzell.
„Toll ist einfach, dass sich Leute aus den verschiedensten Klinikbereichen die Laufschuhe anziehen“, freut sich Astrid Gupper. Die Kärntnerin vertritt die Ärzteschaft der „Katha“ und bringt es als ehedem passionierte Bergsteigerin und Teilnehmerin diverser Wiener Lauf-Events während des Studiums auf annehmbare Lauferfahrung. Doch die lässt sich nicht konservieren und deshalb übt die Freiburgerin zurzeit, wenn es der Dienst zulässt, abends an der Dreisam.
 
Auch Luca Sommer gehört als Freiburgerin zu jenen Teilnehmern, die sich morgen auf ein Heimspiel freuen. Sie joggt regelmäßig. Manchmal verhilft die „Mission Katha“ zur Rückkehr in den Freizeitsport. Bis vor anderthalb Jahren hat Sabrina Schwär aus Triberg gejoggt, dann „aus tausenderlei Gründen“ aufgehört. Jetzt ist sie wieder eingestiegen und freut sich darüber, Leute, mit denen man tagtäglich zu tun hat, von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.
Benjamin Dietz ist mit 20 Jahren der jüngste Läufer und als Teilnehmer von PE-Lauf und Bräunlingen-Halbmarathon mit der stärkste. Er läuft, „weil ich mit den Leuten so gut auskomme“ und als kleines Dankeschön. Denn eigentlich ist für den „Zivi“ die Dienstzeit beendet. Den Lauf hängt er als freiwillige Zugabe an.
Und wie sieht es mit der die Motivation von außen aus? „Ich hoffe, dass die Leute an die „Katha“ denken, wenn sie uns sehen“, sagt Astrid Gupper. Und vielleicht auch spenden. „Denn dann laufen wir umso schneller“, lacht die Oberärztin. Übrigens sind die Katha-Teams am besten von hinten zu erkennen: auf den Rücken prangen die Turbo-Schnecken.