Katharinenhöhe

Geschichte

Die Entwicklung des Modells Katharinenhöhe

In den 80er Jahren zeigt die Behandlung krebskranker Kinder immer mehr Erfolge. Dabei werden jedoch die Auswirkungen der hoch aggressiven Therapien zunehmend sichtbar. Ärzte und betroffene Eltern suchen nach neuen Wegen der Nachsorge im Anschluss an eine lange Klinikzeit. Gemeinsam mit den Universitätskliniken wird das richtungsweisende Modell der familienorientierten Rehabilitation entwickelt.

1985

Das Modell wird erstmalig auf der Katharinenhöhe verwirklicht. Im April dieses Jahres beginnt die erste stationäre Nachsorgebehandlung für krebskranke Kinder mit ihren Familien. Neben den schwer erkrankten Kindern werden die stark belasteten Eltern und Geschwister mit aufgenommen und behandelt.

1988

Ein spezielles gruppenorientiertes Modell zur medizinischen und psychosozialen Rehabilitation für Jugendliche und junge Erwachsene kommt hinzu.

1990

Die ersten Familien mit herzkranken Kindern werden im Oktober aufgenommen.

1991

Die qualitative Weiterentwicklung und die gestiegene Anerkennung der Katharinenhöhe wird in einer neuen Bezeichnung zum Ausdruck gebracht: „Katharinenhöhe, Rehabilitationsklinik für Kinder mit Familie, Jugendliche und junge Erwachsene“.

1992

Am 5. Dezember findet die Gründungsversammlung der „Vereinigung der Freunde und Förderer der Katharinenhöhe e.V.“ statt. Dieser Verein setzt sich zum Ziel, die Arbeit der Katharinenhöhe zu unterstützen und fachlich zu begleiten.

1994

Durch die sehr erfolgreiche Arbeit auf der Katharinenhöhe und im Haus Schönwald wird erreicht, dass der Anteil derjenigen Familien, die als Gesamtfamilie anreisen können, kontinuierlich auf 86 Prozent steigt. Inzwischen werden in der Einrichtung etwa ein Viertel aller jährlich in Deutschland neu erkrankten Kinder rehabilitiert.

1995

Das 10-jährige Bestehen der familienorientierten Rehabilitation wird am 11. November mit einem überregionalen Symposium gefeiert. Das Motto „Unter dem Schatten leben lernen“ liefert eine Standortbestimmung des Reha-Konzeptes.

2005

Die familienorientierte Rehabilitation kann ihr 20-jähriges Bestehen feiern.
In diesem Rahmen werden auch die erreichten Erfolge des vor 18 Jahren begonnenen Konzeptes der kleingruppenorientierten Rehabilitation für Jugendliche und junge Erwachsene gewürdigt – ein Konzept wird volljährig.
Bei einem Symposium mit dem Titel „Ausbildung zum Weiterleben“ stehen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Mittelpunkt. Das Thema lautet: „Jung sein und krank sein“.

2010

Auf der Jubiläumsveranstaltung „25 Jahre familienorientierte Rehabilitation“ wird der langjährige ärztliche Leiter Dr. med. habil. Eberhard Leidig verabschiedet und sein Nachfolger Dr. med. Siegfried Sauter eingeführt.

Heute ist die Katharinenhöhe mit ihrem Konzept eine überregionale Spezialklinik und wird von Kliniken, Ärzten und Therapeuten im ganzen deutschsprachigen Raum hoch geschätzt.

Galerie

Baumaßnahmen 1982
Kindergruppe 1991
Eröffnung der neuen medizinischen Abteilung 1991