Katharinenhöhe

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Katharinenhöhe beeindruckt Azubis

Beeindruckt von einem Sozial-Praktikum auf der Katharinenhöhe haben Auszubildende des Energieversorgers Badenova eine Tombola veranstaltet und 750 Euro für die Katharinenhöhe erwirtschaftet. Unser Bild zeigt von links Ausbildungsleiter Edgar Knobel, die Azubis Marc Schwaiberger und Benedict Kreutner, Klinikleiter Stephan Maier und Sozialpädagoge Johannes Schmidt.

Furtwangen/Freiburg 26.10.2011 

Katharinenhöhe beeindruckt die Azubis 


Angehende Kaufmänner im Sozial-Praktikum haben eigens Tombola für die Kinder organisiert.

Sozialkompetenz spielt heute in Schule und Ausbildung eine wesentliche Rolle.
Ganz neue Wege geht dabei die Badenova, der regionale Energieversorger in Freiburg: Azubis aus dem kaufmännischen Bereich absolvierten ein 14-tägiges soziales Praktikum in der Rehaklinik Katharinenhöhe. Nach den positiven Erfahrungen will Ausbildungsleiter Edgar Knobel dieses Konzept ausbauen.
Das Praktikum in der Katharinenhöhe hat die fünf Auszubildenden aus Freiburg offensichtlich stark beeindruckt. So war es für sie selbstverständlich, beim Fest zum zehnjährigen Bestehen ihrer Firma eine Tombola zu veranstalten. Der Erlös floss zu gleichen Teilen an die Rehaklinik Katharinenhöhe und an das Caritas Kinder- und Familienhaus in Freiburg, wo eine zweite Gruppe ein solches Praktikum absolvierte. So waren nun Vertreter der Azubis zur Spendenübergabe zu Gast in der Katharinenhöhe, gleichzeitig ein Anlass, um dieses neuartige Konzept vorzustellen.
Im vergangenen Jahr richtete Ausbildungsleiter Edgar Knobel eine Anfrage an die Katharinenhöhe, von der er über Freiburger Kontakte erfahren hatte. Johannes Schmidt als der zuständige Sozialarbeiter der Klinik vermittelte dann die Möglichkeit, 14 Tage unter seiner Regie hier ein Praktikum zu absolvieren. Die Erfahrungen waren so gut, dass dieses Jahr eine zweite Auflage folgte. Es sei schon ungewöhnlich, so die beiden Azubis Marc Schwaiberger und Benedict Kreutner, aus einer kaufmännischen Ausbildung plötzlich in einen sozialen Bereich zu kommen. Doch sie hätten es sich anfangs "schlimmer vorgestellt", auch wenn die Konfrontation mit todkranken Kindern manchmal "heftig" war. Doch man sei vom Team sehr gut aufgenommen und eingebunden worden. Im Wesentlichen bestand ihre Tätigkeit darin, mit den Kindern zu spielen, was ihnen Spaß macht. Nicht zuletzt war es auch gut und wichtig, auf der täglichen Rückfahrt nach Freiburg miteinander über das Erlebte zu sprechen und es zu verarbeiten. Auch wenn es nur 14 Tage waren, es seien bleibende Eindrücke, die sie deutlich für den Umgang mit anderen Menschen geprägt hätten. Auch Ausbildungsleiter Knobel bestätigte die sehr positiven Auswirkungen: "Dieses Praktikum ist eine gute Sache, das bringt was." Nach den beiden Praktika habe er jeweils auch mit den Azubis diskutiert und alle waren sich einig, dass man dieses Konzept weiter verfolgen soll.
Dabei machte Edgar Knobel deutlich, dass keiner zu einer solchen Tätigkeit gezwungen wird, wenn er dann doch sagt, es sei zu schwierig für ihn. Auswirkungen habe das Praktikum auf jeden Fall auf das Miteinander. Und am "Leuchten in den Augen, wenn sie von der Katharinenhöhe erzählen", werde deutlich, dass es viele positive Erfahrungen waren. Auch Johannes Schmidt bestätigte die gute Mitarbeit der Azubis, alles sei angenehm und komplikationslos verlaufen. Man wolle künftig die Jugendlichen nur noch besser darauf vorbereiten, was sie erwartet. Edgar Knobel ist von diesem Konzept auf jeden Fall überzeugt. Sein Plan ist es, dass künftig nicht nur die Kaufleute, sondern auch die Azubis bei den Elektrikern ein solches Praktikum absolvieren sollten. Außerdem werden die Teilnehmer nicht nur wahlweise in Freiburg oder auf der Katharinenhöhe mitarbeiten, sondern im Wechsel beide Praktika absolvieren.