Reha Jugendliche und junge Erwachsene

Psychosoziale Arbeit

Therapie und eingehende Beratung

Ein umfassendes Programm psychosozialer Arbeit gehört genauso zum Therapiekonzept wie die medizinische Betreuung. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Kleingruppenorientierung. Die altershomogenen Gruppen bieten den Jugendlichen und jungen Erwachsenen stärkende Erlebnismöglichkeiten, um im Kontakt und Austausch miteinander die Krankheit zu verarbeiten. Nach langer und schwerer Therapiezeit entlastet und hilft der Austausch mit Gleichbetroffenen. Über die Gemeinschaftserlebnisse kann aber auch Abstand von den krankheitsbezogenen Belastungen erreicht und Lebensfreude wieder gestärkt werden.

Neben einer Vielzahl von gruppenpädagogischen Angeboten bestehen weitere spezielle psychosoziale Therapieangebote:

Einzelgespräche:
Individuelle Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung und den anstehenden Entwicklungsaufgaben, Unterstützung bei persönlichen Problemen, Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung des Rehabilitationsalltags, Klärung des Bedarfs weiterer Unterstützung.

Gruppengespräche:
Austausch mit Gleichbetroffenen, emotionale Entlastung, Ressourcenstärkung, Krankheitsverarbeitung, psychosoziale Stabilisierung, Unterstützung im Gruppenprozess.

Kunsttherapie:
Auseinandersetzung mit der Lebenssituation durch kreative Medien, Ressourcenstärkung, Krankheitsverarbeitung, psychosoziale Stabilisierung.

Neuropsychologische Diagnostik und Therapie:                                                Ausführliche neuropsychologische Testung und Leistungsbeurteilung bei Patienten mit Hirntumoren, Schädelbestrahlung, Hochdosischemotherapie oder einer sonstigen ZNS-Schädigung. Zur Behandlung werden computergestützte funktionelle Trainingsangebote, eine Gedächtnistrainingsgruppe, individuelle Therapiegespräche sowie gezielte Angebote zur Stärkung störungsübergreifender Kompetenzen angeboten. 

Erlebnistherapie im Hochseilgarten:
Erfahrungsorientiertes Lernen, Förderung von Vertrauen, Stärkung des Selbstbewusstseins, verbesserte Wahrnehmung von eigenen Grenzen und Möglichkeiten, Steigerung des Vertrauens in den Körper, Verbesserung des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls, Ermöglichen von Erfolgserlebnissen, Soziales Lernen, etc.

Indikationsspezifische Gesprächsgruppen:
Weitere Krankheitsverarbeitung, Psychische Entlastung durch Austausch mit Gleichbetroffenen, Abbau von Ängsten, Raum für krankheits- und therapiespezifische Fragen, zum Beispiel in der Skeletttumor-Gruppe, M. Hodgkin-Gruppe oder Herzgruppe.

Informationsgruppen, zum Beispiel zu den Themen Schwerbehindertenrecht, Raucherentwöhnung, Schlaf.

Entspannung:
Erlernen von Entspannungstechniken, Institutionalisierung eines Ruhepols im Gruppenalltag, Förderung von Gelassenheit und Ausgeglichenheit, Stärkung der Gruppenbeziehungen, zum Beispiel durch Traumreisen, Imaginationen, Progressive Muskelrelaxation.

Berufsbezogene Beratung:
Gezielte Beratung und Unterstützung bei Berufsfindung und beruflicher Neuorientierung, Einbeziehung der Neuropsychologischen Testergebnisse, Besuch des Berufs-Informations- Zentrums (BIZ), Beurteilung des Leistungsprofils im Rahmen der Klinikschule, Klärung der Situation und Anbahnung möglicher weiterführender Schritte durch Kooperation mit Heimatschule, Heimatklinik, Agentur für Arbeit, Arbeitgeber etc.