Katharinenhöhe

Presse

Zuverlässige Hilfe kommt aus Rust


Rust/Schönwald. Es ist eine große Ehrung, aber eine noch verdienstvollere Arbeit: Am Montag hat Marianne Mack, die mit ihrem Verein Santa Isabel die Reha-Klinik Katharinenhöhe unterstützt, die höchste Auszeichnung der AWO verliehen bekommen.

Schnee liegt am Montagvormittag auf der Katharinenhöhe in Schönwald und die Reha-Klinik wird von einem kalten Wind umweht. Im Empfangsfoyer ist es aber wohlig warm und statt Schneegestöber herrscht hier ein buntes Treiben aus Eltern, Kindern und Mitarbeitern. Sie alle sind gekommen, um bei der Ehrung von Marianne Mack dabei zu sein. Zwischen Musik, Sockenpuppentheater und dem Besuch der Euro-Maus bekommt sie viele Dankesworte zu hören und doch sind es vor allem die kleinen Gesten, die zeigen, was ihr Engagement für die Klinik bedeutet. Die freudige Umarmung eines Kindes etwa oder die Worte einer betroffenen Mutter, die Marianne Mack und alle Anwesenden gerührt zurücklassen.
„Als Elternteil von einem kranken Kind erlebt man, wie von heute auf morgen alles anders ist. Man trifft auf viel Mitleid, das man kaum erträgt, und bekommt Ratschläge, die sich mehr wie Schläge anfühlen als Rat. Aber man trifft auch auf Menschen, die einfach über eine lange Zeit hinweg helfen. Nicht für die Charity oder sonst etwas sondern aus dem tiefsten Inneren heraus. Sie sind so ein Mensch“ – so dankte eine Mutter, die mit ihrem kranken Kind die Reha besucht, Marianne Mack für ihr Engagement.
Mit ihrem 2008 gegründeten Verein Santa Isabel hilft Marianne Mack schon seit vielen Jahren der Reha-Klinik in Schönwald im Schwarzwald. „Ich komme immer wieder gerne hier her“, sagt sie. Und sie ist eine gern gesehene Besucherin, schließlich hat ihr Verein der Klinik über die Jahre bereits mehr als 100 000 Euro Spendengelder zukommen lassen, die beispielsweise in Form von Spielgeräten direkt den behandelten Kindern zugutekamen.
Auf der Katharinenhöhe werden krebs- und herzkranke Kinder gemeinsam mit ihren Familien betreut. „Wenn Kinder oder Jugendliche krank werden, dann ist die ganze Familie Patient, und um den wollen wir uns hier kümmern“, sagt Stephan Maier, psychosozialer Leiter und Geschäftsführer der Reha-Klinik. Auf die Katharinenhöhe kommen Kinder und Jugendliche, die oftmals eine lange Therapie verbunden mit Klinikaufenthalten hinter sich haben. „Hier werden die Patienten weiter gestärkt und wir hoffen, dass sie von hier an wieder in den Alltag zurückfinden können“, so Maier. Dabei steht nicht nur eine allumfassende medizinische Versorgung im Vordergrund, die Familien sollen während ihres vierwöchigen Reha Aufenthalts auch viele schöne gemeinsame Augenblicke miteinander erleben.
Dafür benötigt die Klinik aber auch viele Spenden, betont Hansjörg Seeh, ehemaliger Sozialbürgermeister Freiburgs und Vorsitzender des Kreis- und Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt, die Träger der Klinik ist. „Ohne Spenden könnten wir nicht mal den laufenden Betrieb aufrechterhalten.“ Umso wichtiger seien Menschen wie Marianne Mack.
Sie gewinnt die Spenden mit ihrem Verein Santa Isabel hauptsächlich über die von ihr initiierte Vortragsreihe „neue Perspektiven“ und den von ihr jährlich organisierten zweitägigen Flohmarkt. Alle Veranstaltungen kann die Ehefrau von Europa-Park-Inhaber Roland Mack in den Räumen des Europa-Parks veranstalten und hinter allen Veranstaltungen steckt jede Menge Arbeit, wie sie bei der Preisverleihung erzählt. „Für die Vortragsreihe sind wir immer auf der Suche nach guten Referenten und passenden Themen. Wir verzichten auf aufwendige Werbung, sondern schreiben viele Leute an.“
An der Durchführung des Flohmarkts für den guten Zweck, der immer zwei Tage Anfang Oktober in der Gärtnerei des Europa Parks stattfindet, seien mehr als 75 Ehrenamtliche beteiligt. Mit dem Spendengeld finanzierte der Verein unter anderem Spielgeräte auf der Katharinenhöhe. Ab diesem Sommer verfügt das Haus außerdem über eine Bowlingbahn, die mit 55000 Euro komplett vom Verein finanziert wurde.
Bei der Eröffnung der Bahn möchte Marianne Mack wieder dabei sein und sogar den ersten Wurf wagen. „Und mit jedem umgestoßenen Pin, spenden wir weitere 1000 Euro“, verspricht sie.

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