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15.000 Euro für Menschen in Not

Das Elektrotechnikunternehmen J. Schneider in Elgersweier hat am Dienstag vor Weihnachten vier soziale Einrichtungen mit insgesamt 15 000 Euro beschert. Weil »hier Bedarf erkannt wurde«, wie Bettina Schneider die Zuwendungen begründete.

Es ist seit Jahren guter Brauch, dass Bettina Schneider und ihr Unternehmen im Elgersweierer Gewerbegebiet angesprochen werden, wenn Spenden gewünscht sind.
Ob Schulen unterstützt werden, Vereine und Institutionen, »vor allem die Kleineren vor Ort«, so die Unternehmerin, sind es, die wissen, mit ihren Bitten nicht auf taube Ohren zu treffen.
»Das, was man tut, muss man gerne tun. Sonst ist es zum Scheitern verurteilt«, hat die rührige Dame vor drei Jahren in einem Interview das Engagement um ihr Unternehmen beschrieben. Gleiches gilt für ihre Hilfsbereitschaft.

Für Menschen in Not

Die ist zu Weihnachten besonders groß und kommt mit insgesamt 15 000 Euro vier sozialen Einrichtungen zugute, die sich um Menschen in Not oder Extremsituationen befinden und nur bedingt auf staatliche Hilfe vertrauen können.
So mit 5000 Euro die Pflasterstube in Offenburg, die sich ehrenamtlich um Frauen und Männer kümmert, die großteils auf der Straße leben und durch das Raster der Sozialversicherung fallen. Ihnen wird in Zusammenarbeit mit ebenfalls zum Gotteslohn tätigen Ärzten medizinische Hilfe auch per Pflastermobil in Achern, Kehl und Lahr zuteil.
Die gleiche Summe bekommt die Reha-Klinik »Katharinenhöhe Schönwald«. In ihr werden an Krebs erkrankte Kinder nach dem Klinikaufenthalt betreut. Mit ihren Eltern und Geschwistern finden bis zu 32 Familien Platz, weitere 32 Jugendliche und Heranwachsende sind dort ebenfalls in besten Händen und werden nach überstandenem Klinikaufenthalt und den damit verbundenen gesundheitlichen Einschränkungen auf ein Leben ohne Krebs vorbereitet.
Die Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu aus Gengenbach betreuen seit Jahrzehnten Schulen und Krankenhäuser in Peru und Chile. Sie dürfen sich über 2500 Euro freuen, die vom Mutterhaus an die dortigen Klöster gehen und große Not lindern helfen.
Die »Nepalhilfe im kleinen Rahmen« gehört ebenfalls mit 2500 Euro zu den Bedachten. Diese 1999 gegründete Privatinitiative betreut Schulen, vor allem in angelegenen Bergregionen.
Hier ist Hilfe besonders wichtig, denn durch das verheerende Erdbeben im April 2015 mit mehr als 9000 Todesopfern und Zehntausenden Obdachlosen sind die Gebäude zerstört oder zumindest arg in Mitleidenschaft gezogen worden.
Eines der wichtigsten Merkmale dieser in Bayern ansässigen Organisation ist es, die ortsansässige Bevölkerung in die Arbeit und den Erhalt der mit Spendenmitteln entstandenen Einrichtungen als »Hilfe zur Selbsthilfe« einzubinden.
»Wo Bedarf erkannt wird«, hatte Bettina Schneider die Hilfsbereitschaft beschrieben, die gerade jetzt als Weihnachtsgeschenk einen besonderen Stellenwert besitzen dürfte. Das bestätigten auch die Personen, die zur Spendenübergabe nach Elgersweier gekommen waren und nun davon berichten können, dass es in Elgersweier ein Unternehmen gibt, das sich der Hilfe an Menschen in Not verschrieben hat.

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