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Klatschen und Schunkeln in Waldau-Schänke

Das Musiker-Duo "Two Voices" begeistert sein Publikum in der Waldau-Schänke.

Königsfeld-Buchenberg. Es ist brechend voll in der Waldau-Schänke bei Buchenberg. Jeder Platz ist an diesem Abend in der traditionsreichen Vesperstube, die unterhalb der Burgruine Waldau gelegen ist, besetzt. Da unterbrechen "Two Voices" mit zwei Gitarren und ihrem Gesang das muntere Stimmengewirr der Gäste. Mit "Heute hier, morgen dort" sorgen sie sofort für gute Laune.

"Wir freuen uns, bei euch zu sein. Es ist immer eine tolle Atmosphäre hier", begrüßt Sängerin Ute Herchenbach das Publikum, das zudem zum Klatschen und Schunkeln animiert wird. Auch "lautes Mitsingen" ist ausdrücklich von Herchenbach und Richard Schuster, der anderen Hälfte des Duos, erwünscht.

Die beiden nehmen ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Reise – von Oldies, Country, über Pop und Folk. Titel wie Cat Stevens "Father and Son", Hubert von Goiserns "Weit, weit weg" und Drafi Deutschers "Marmor, Stein und Eisen bricht" bieten einen bunten musikalischen Mix. Auch Modernes wie Amy Winehouses "Rehab" oder Adeles Ballade "To make you feel my Love" darf an diesem Abend nicht fehlen. Bei Stücken wie "Über den mit. Bei manchem Stück greift Herchenbach zudem zur Querflöte und Schuster zur Mundharmonika. Zwischendurch darf es auch mal eine Eigenkomposition sein wie "Cat Misery Blues". An "Je ne regrette rien" wagt sich Ute Herchenbach alleine und überzeugt gesanglich auch solo.

Spenden gehen an die Katharinenhöhe

Die Gäste genießen sichtlich den gemütlichen Musikabend. Manche sind von weit hergekommen. So wie Winfried Keller und seine Frau Mechthild aus Heilbad-Heiligenstadt in Thüringen. Keller ist zur Reha in Triberg und wollte sich, selbst Hobby-Musiker, diesen Abend nicht entgehen lassen. "Super, so richtig urig hier", befindet der 62-Jährige. Als "schöne, bodenständige und authentische Wirtschaft" bezeichnet Christoph Stoll die Waldau-Schänke.

Doch er ist noch aus einem ganz anderen Grund hier. Denn was viele nicht wissen – die Einnahmen von Veranstaltungen in der Waldau-Schänke kommen der Arbeit der Katharinenhöhe, einer Rehabilitationsklinik für krebskranke Kinder, zugute. "So eine tolle Sache unterstützen wir gerne", so der Brigachtaler. Dem pflichtet auch sein Freund Roland Weißer bei und zollt den Inhabern Fritz und Elke Beck Respekt: "Ich bewundere diesen Einsatz. Das ist eine Berufung mit Leib und Seele."

Heute geht das gesamte Trinkgeld an die Katharinenhöhe – und Bedienungen wie Annika Fichter verzichten gänzlich auf Lohn. An anderen Tagen werden auch die Eintrittsgelder und Essenseinnahmen gespendet. Auch die Verkaufseinnahmen des hausgemachten Brots gehen stets an die Rehaklinik. An die 10 000 Euro Spendengelder kommen so im Jahr zusammen.

Für Inhaber Fritz Beck ist es eine Herzenssache. Er ist froh, dass seine drei Kinder und sein Enkelkind gesund sind. Viele Menschen wüssten gar nicht, wie gut sie es hätten, befindet der Wirt. "Man muss ein Vorbild sein und die Leute daran erinnern, dass man anderen helfen muss", ist er überzeugt.

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