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Reha-Klinik hat bundesweit guten Ruf

Besuch von Bundestagsabgeordnetem und Direktor der Rentenversicherung. In Katharinenhöhe ist die ganze Familie der Patient

Wichtiger Besuch in der Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe: der Bundestagsabgeordnete und Rentenexperte der CDU, Peter Weiß, sowie der Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund, Stephan Fasshauer, kamen nach Furtwangen, um sich einen direkten Eindruck von der Arbeit der Klinik zu verschaffen.

Die Rentenversicherung ist auch einer der wichtigsten Träger der Rehabilitation. Seit drei Jahren gehört zu den gesetzlichen Pflichtleistungen auch ganz speziell die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen. Die Nachsorge für die ganze Familie, wie bei der familienorientierten Reha auf der Katharinenhöhe, sei dabei noch einmal etwas ganz Besonderes. Und damit hat nun auch die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen eine sichere finanzielle Grundlage.

Auf der Katharinenhöhe, die von der Arbeiterwohlfahrt getragen wird, wollten die beiden Besucher aus erster Hand Infos über eine solche Nachsorge erhalten.

Die Katharinenhöhe habe dabei bundesweit einen sehr guten Ruf, auch weil hier immer wieder neue Konzepte entwickelt und wissenschaftlich fundiert ausgearbeitet werden, so Stephan Fasshauer. Klinikleiter Stephan Maier machte deutlich, dass die Rehabilitation mit den beiden Trägern Rentenversicherung und Krankenkassen stabil auf zwei Beinen stehe, wobei aktuell 56 Prozent der Rehabilitation auf der Katharinenhöhe durch die Rentenversicherung getragen werde.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Klinik, Hansjörg Seeh, betonte, dass solche Kontakte in die Politik und Rentenversicherung für die Klinik sehr wichtig seien. Dabei macht er deutlich, dass sich im Lauf der mehr als 30 Jahre die Katharinenhöhe stark weiterentwickelt hat, was sowohl die qualitative Betreuung wie auch die bauliche Entwicklung betrifft.

Chefarzt Siegfried Sauter betonte, wie wichtig solche Kontakte in Politik und Rentenversicherung seien. Die Rahmenbedingungen hätten sich in den letzten Jahren immer weiter verbessert. Neben der familienorientierten Reha sei auch das Gruppenkonzept für die Jugendlichen wichtig, um sie bestmöglich sowohl medizinisch zu versorgen wie für ihre künftige Lebensplanung vorzubereiten.

„Wir wollen nicht an, sondern mit der Reha sparen“, meinte Stephan Fasshauer. Denn es sei nachgewiesen, dass für jeden in eine Reha investierte Euro in den Folgejahren durch die Möglichkeit von Ausbildung und Beruf fünf Euro an Beitragsleistungen zurückgegeben werden.

Nach dem Beginn der familienorientierten Nachsorge 1985 sei es lange Jahre ein Kampf gewesen, um die entsprechenden Kostenträger zu überzeugen, so Klinikleiter Stephan Maier.

Dabei seien dafür meist die Rahmenbedingungen verantwortlich gewesen, die Mitarbeiter der Kostenträger selbst hätten immer viel Verständnis gezeigt. Bei diesen Bemühungen gab es dann immer auch, so Hansjörg Seeh, tatkräftige Unterstützung durch die Kliniken.

Inzwischen, so Klinikleiter Stephan Maier, hat sich die Finanzierungssituation deutlich gebessert, unter anderem durch eine deutliche Anhebung der Pflegesätze für die Familienangehörigen des erkrankten Kindes, denn die ganze Familie wird hier als Patient betrachtet. Auch bestimmte teure Medikamente, so Siegfried Sauter, werden nun zusätzlich finanziert.

Vor allem ist durch die Änderung der Gesetze vor drei Jahren die Reha nun endlich eine Pflichtleistung, erläuterte Stephan Fasshauer. So hat die Reha-
klinik bei Pflegesatzverhandlungen nun eine ganz andere Position, da die Mittel nun grundsätzlich ohne Einschränkung zur Verfügung stehen.

Copyright: Südkurier