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Spendenaktion Schwarzwälder Bote zusammen mit Santa Isabel e.V. und dem Europapark - Artikel 1

Aus Ausflug wurde tiefgehende Bindung

Furtwangen/Rust - Ihr großes Herz und ihr soziales Engagement haben Marianne Mack vor Jahren von Rust in den Hochschwarzwald geleitet. Aus diesem spontanen Ausflug ist eine tiefgehende Bindung zur Katharinenhöhe geworden.

Sie wollte den Kindern eine Freude bereiten. Nahm einen Korb voller Euromäuse, setzte sich ins Auto und machte sich auf den Weg zur Katharinenhöhe. Mit dabei Barbara Dickmann, die ihr Kinderbuch herausgebracht hatte und daraus vorlesen wollte. Gemeinsam gingen die zwei Frauen durch das Haus, landeten im "Kinderplanet" und die Lesung begann.

Marianne Mack, Ehefrau von Roland Mack, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Europa-Parks, sah in die Kinderaugen, in blasse Gesichter ohne Haare, erlebte die warme, herzliche Atmosphäre, spürte das große Engagement der Mitarbeiter und war sehr berührt. Ihr sonst so fröhliches Gesicht wurde immer ernster und nachdenklicher.

Es blieb nicht bei den Euromäusen. Noch am gleichen Tag spendete sie. Ganz spontan. Aus dem Topf ihres Vereins "Santa Isabel – Hilfe für Kinder und Familien" überwies sie knapp 10.000 Euro. Dringend benötigtes Geld, um einen behindertengerechten Spielplatz zu verwirklichen. Wer hätte geahnt, dass das der Beginn einer Freundschaft, eines großen Engagements von Marianne Mack und ihrer Familie werden sollte.

"Wir waren völlig überrascht und konnten das gar nicht fassen", erinnert sich Stephan Maier, "doch der Renner waren die Euromäuse." Maier lacht und überlegt, "das ist jetzt ungefähr sieben Jahre her und wir alle freuen uns, wenn Marianne Mack uns besucht". Oft sind auch ihr Ehemann Roland Mack, Claudia Thoma, ihre Schwester, und Michael Thoma, ihr Schwager und stellvertretender Vorsitzender ihres Vereins, mit dabei.
"Was die Mitarbeiter in der Katharinenhöhe leisten, geht weit über die normale Arbeitszeit hinaus. Viele Ehrenamtliche helfen wo sie nur können, doch ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung kann nicht mal ein neues Spielgerät angeschafft werden", sagt Barbara Dickmann.

Stephan Maier, seit 1991 Geschäftsführer und psychosozialer Leiter der Katharinenhöhe hat einen schönen, schweren und erfüllenden Beruf. "Unsere Aufgabe ist es, Eltern und Geschwistern zu helfen, wieder zu sich selbst zu finden und das erkrankte Kind medizinisch und psychosozial zu betreuen." Maier und seine Mitarbeiter leben die Katharinenhöhe.

"Ich habe sofort gespürt, dass die Katharinenhöhe mit dem Herzen geleitet wird. Etliche Gespräche mit betroffenen Kindern, mit besorgten Müttern und Vätern haben mich sehr berührt. Ihre Dankbarkeit, ihre Wertschätzung für alle Mitarbeiter, für die wunderbare Zeit, die sie verbringen dürfen, um wieder zu Kräften kommen, haben mich sehr bewegt", sagt Marianne Mack und freut sich auf diese Spendenaktion, die ihre Familie gerne unterstützt und die so starke Partner wie Sven Hinterseh, Landrat im Schwarzwald-Baar-Kreis, den Schwarzwälder Boten und die Sparkasse Schwarzwald-Baar gefunden haben. Ihr gemeinsamer Aufruf: "Mit Ihrer Spende helfen Sie, krebskranke Kinder und deren Familien wieder ins Leben zurückzuführen, jungen Erwachsenen die Gewöhnung an eine Prothese zu erleichtern und traurige Kinderaugen wieder zum Leuchten zu bringen."

Copyright: Schwarzwälder Bote