zurück

Wachmänner für sechs Stunden

Über den Brexit ist in Großbritannien noch nicht endgültig entschieden, doch in Villingen-Schwenningen wird für kurze Zeit wieder eine Grenzstation erbaut – für einen sozialen Zweck.

VS-Zollhaus. Glücklicherweise werde die Grenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum ­Baden im Zollhaus nur für einen halben Tag wieder von Zöllnern bewacht. Die freundlichen Wachmänner der ­Gockel-Gilde Zollhaus bitten lediglich um eine freiwillige Spende für den guten Zweck, teilt der Verein mit.

Zöllner haben einen Spruch parat

Die Gockel-Gilde Zollhaus wird am Freitag, 22. Februar, an der Kreuzung Römerweg zu Grenzweg eine Zollstation errichten.

Die Durchreisenden werden an diesem Tag zwischen 12 und 18 Uhr von den Zöllnern aus Baden und aus Württemberg traditionell mit folgendem Spruch begrüßt: "Laut Verordnung des Königs von Württemberg und des Großherzogs von Baden ­müssen wir heute für die Durchfahrt einen Wegzoll erheben."

Im Jahre 1736 wurde im Zollhaus die erste Zollstation errichtet und ein Wegzoll von den Durchreisenden gefordert. Seit 2011 gibt es diese Aktion einmal im Jahr für eine gemeinnützige Einrichtung aus der Region.

Die gesamten Geldzuwendungen spendet die Gockel-Gilde in diesem Jahr an die Rehaklinik Katharinenhöhe in Schönwald. In der Klinik werden herz- und krebskranke Kinder und Jugendliche mit ihren Familien betreut. Wenn Kinder schwer erkranken, betrifft dies die ganze Familie. Daher widmet sich die familienorientierte Rehabilitation auch Eltern und Geschwistern der kranken Kinder: Die Therapie orientiert sich an den Bedürfnissen des Patientenkindes und nimmt sich der Situation der gesamten Familie an. Dabei arbeiten medizinischer, psychosozialer und pädagogischer Bereich ganzheitlich zusammen.

Da die Kosten für Behandlungen im Rahmen einer familienorientierten Rehabilitation nicht allein von den Krankenkassen übernommen werden, ist die Klinik auf Spenden und Sponsoren angewiesen.

Zollhäusler hoffen auf viele Grenzgänger

Die Zollhäusler freuen sich auf viele freundliche "Grenzgänger", die ein bisschen Spaß verstehen und die Kinder der Katharinenhöhe gerne unterstützen.

Copyright: Schwarzwälder Bote