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Kindheit auf der Katharinenhöhe – wie sie ein ganzes Leben prägte

Sechs Jahre lang lebte Joachim Dohmann als Kind auf der Katharinenhöhe – verbunden ist er der Reha-Klinik zwischen Furtwangen und Schönwald bis heute. Davon profitieren nun Patienten.

Zweieinhalb Jahre war Joachim Dohmann alt, als er auf die Katharinenhöhe zog. Seine Mutter hatte eine Anstellung als Gruppenleiterin erhalten – und so ging es für die kleine Familie in den Schwarzwald.

Ein Auto gab es damals hier, ein Telefon – „sonst nichts“, blickt Dohmann heute, etwa sechs Jahrzehnte später, zurück. Die Zugangsstraße war noch längst nicht geteert. Und auch sonst ist die Katharinenhöhe im Vergleich zu seinen Kindheitstagen kaum wiederzuerkennen.

Dennoch kennt sich Dohmann auf dem Gelände aus. Denn der Rehaklinik ist er bis heute eng verbunden geblieben. Immerhin, sagt er, habe er hier zwischen Furtwangen und Schönwald in den 60er-Jahren einige prägende Jahre seiner Kindheit verbracht – Jahre, an die er heute noch immer wieder zurückdenkt.

Harte Winter, in denen der Schnee so hoch lag, dass er als kleiner Junge bis zu den Schultern darin einsank, und in denen der Weg in die Grundschule in Schönwald mit Skiern und Schlitten bewältigt werden musste, haben sich ganz besonders eingebrannt.

„Das hier war wie ein Abenteuerspielplatz für mich“, blickt Dohmann heute zurück – lange, nachdem er der Katharinenhöhe den Rücken gekehrt hat. Denn nach sechs Jahren, in denen seine Mutter zunächst als Gruppen-, später dann als Heimleiterin hier arbeitete, hieß es für die beiden: Abschied nehmen. 1969 war das. Die dritte und vierte Grundschulklasse besuchte Dohmann dann in Freiburg, wo er heute – etliche Jahre, ein Studium und eine berufliche Karriere später – auch lebt.

An seine Zeit auf der Katharinenhöhe erinnert sich Dohmann heute noch immer lebhaft. „Hier habe ich den Grundstein für meine gute Gesundheit gelegt“, ist er sich sicher. Und auch die Grundlagen seiner Bildung habe er sich hier angeeignet. Einige Freundschaften, die er vor rund 60 Jahren geschlossen habe, bestünden noch heute, erzählt Dohmann.

Umso mehr ist es ihm ein Bedürfnis, etwas an die Katharinenhöhe zurückzugeben. Klar, sagt Dohmann, könnte er sich auch eine Reise oder eine teure Uhr kaufen von den 6500 Euro, die ihn sein Engagement für die Katharinenhöhe in diesem Jahr kostet. „Aber mir ist es wichtiger, dass Familien, denen es den Boden unter den Füßen weggezogen hat, Hilfe bekommen“, sagt Dohmann.

Und er fügt hinzu: „Es ist einfach wichtig, dass die Kinder und Familien das Lachen nicht verlernen.“ Genau dazu soll seine Spende beitragen: Jeden Monat gibt die Freiburger Puppenbühne eine Vorstellung in der Reha-Klinik – ohne dass dabei Kosten für die Katharinenhöhe entstehen. Zwei Vorstellungen spielt die Puppenkiste kostenlos, die zehn weiteren bezahlt Dohmann. Und auch eine Märchenerzählerin kommt dank Dohmanns finanzieller Unterstützung nun einmal monatlich auf die Katharinenhöhe.

Copyright: Schwarzwälder Bote

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